Thailand Doi Pangkhon - Herkunft & Story

Spezialitätenkaffee aus Thailand? Ja genau! Unser Single Origin Espresso aus Thailand zeichnet sich durch süsse, orangige Noten aus. Wir haben die Farm im Januar 2020 persönlich besucht und waren nicht nur vom tollen Kaffee, sondern auch von der wunderschönen Landschaft fasziniert.

Thailand Doi Pangkhon

Land Thailand
Region Chiang Rai
Produzent Merlaeku Familie
Anbauhöhe 1400 m.ü.M.
Varietäten
Caturra, Catimor, Bourbon, Typica)
Aufbereitung gewaschen, sonnengetrocknet
Erntezeit
November bis März
Geschmack/Aroma viel Süsse, Noten von Orange, Rosinen und dunkle Schokolade, dezente Säure, die an Grapefruit erinnert


Uns ist bei allen Kaffees wichtig zu wissen, wo genau der Kaffee herkommt. Doch bei diesem Kaffee können wir noch ein bisschen mehr erzählen. Wir hatten das Glück und durften im Januar Thailand mehrere Wochen bereisen und fanden so unter anderem den Weg in den Norden, rund um Chiang Mai / Chiang Rai. Und genau dort oben, in den Hügeln Nordthailands durften wir diesen Kaffee kennenlernen.

Doi Pangkhon ist ein Dorf mit rund 300 Haushalten. Alle gehören der ethnischen Minderheit der Akha an. Geografisch zwischen Chiang Mai und Chiang Rai auf ca. 1400 m.ü.M. gelegen, in einer wunderschönen Hügellandschaft. Fast alle Familien bauen Kaffee an. Diese bringen die Kaffeekirschen dann zur Aufbereitungsstation, die von der Merlaeku Familie betrieben wird. Dort werden die Kaffees dann aufbereitet (gewaschen, trocken, honey) und für den nächsten Schritt, die Dry-Mill, vorbereitet.

Unser Kaffee wurde gewaschen aufbereitet: Nach dem Entpulpen wurde der Kaffee zuerst 12 Stunden trocken fermentiert, dann folgte eine 12 Stunden Nassfermentation, anschliessend wurde der Kaffee nochmal 12 Stunden in frischem Wasser eingelegt, bevor er dann ca. 14-25 Tage auf Bambusbetten getrocknet wurde.

Wir durften bei unserem Besuch die Aufbereitungsstation besuchen und drei der fünf Brüder kennenlernen, die mit viel Engagement die Aufbereitungsprozesse weiter optimieren und so die Qualität des Kaffees weiter verbessern. Das Besondere an Thailand ist, dass viele Produzenten relativ jung, zwischen 25-35 Jahre alt sind. Teilweise haben diese sogar Erfahrungen als Barista oder Röster in einer Spezialitätenkaffee-Rösterei in Chiang Mai oder Bangkok gesammelt.




Wie kam es zum Anbau von Spezialitätenkaffee in Thailand?

In den 70er Jahren startete das thailändische Königshaus ein umfassendes Programm zur Bekämpfung von Opium-Anbau. Damals wurden grosse Mengen Opium im sogenannten "Golden-Triangle" angebaut und über die Grenzen in Nachbarländer geschmuggelt. Mit Ausbildungs- und Förderprogrammen unterstützte das Königshaus den Wechsel zu alternativen Einkommensquellen. Hochwertige Arabica-Kaffees gehören heute zu den wichtigsten Einkommen der ländlichen Bevölkerung.

Gerade in den letzten Jahren wurde viel in die Qualität der Kaffees, speziell in deren Aufbereitung, investiert. Für uns ein wichtiger Partner vor Ort ist Beanspire Coffee. Beanspire, geführt von Fuadi Pitsuwan, vermarktet den Kaffee, finanziert die Aufbereitungsstationen und stellt vor allem auch eine Vorfinanzierung für die Produzenten: So erhalten die Familien ihr Geld für die Kaffeekirschen bereits wenn sie diese bei der Aufbereitungsstation abgeben und nicht, wie häufig üblich zu einem viel späteren Zeitpunkt.